Eine weitere Spende für den Jüdischen Friedhof in Dresden.
Die linksjugend [‘solid] Dresden spendet zusammen mit DIKA e.V. weitere
200 EUR zur Reperatur des alten jüdischen Friedhofs in Dresden

 

Bei einem Sturm im Februar 2017 in Dresden fiel ein großer Ast auf das
darunter liegende Gräberfeld des jüdischen Friedhofs und brachte vier
Grabsteine zu Fall. Gutachter stellten fest, dass der Baum schwer
beschädigt ist und die Äste jederzeit brechen könnten.
Auf Grund der Umstände müssen speziell geschulte Baumkletterer den
Baum von oben herab in Etappen abtragen, um die Grabarchitektur nicht zu
beschädigen.
Seit Februar diesen Jahres ist dieser Teil des Friedhofs darum sowohl
für BesucherInnen als auch für Führungen der Bildungs- und Gedenkstätte
des Vereins HATiKVA e.V. eingeschränkt.

Der Verein HATiKVA e.V.bietet seit 25 Jahren thematische Stadtführungen
zum kulturellen jüdischen Leben in Dresden – und darüber hinaus zu Bildungs-
und Gedenkstätte in Dresden, ein breites Spektrum an Informations- und
Bildungsangeboten an.
HATiKVA e.V. arbeitete arbeitet unter anderem mit der linksjugend
[‘solid] Dresden zusammen. Dazu sagt Christopher Colditz,
jugendpolitischer Sprecher der linksjugend, die selbst bereits 200 Euro
an Spenden für die Restaurationsarbeiten am Friedhof in diesem Jahr
gesammelt hatten :

“Wir freuen uns, wenn wir mit Spenden helfen können, aber insbesondere
hoffen wir mit Vereinen und Projekten im Kiez in Zukunft auf Grund
dessen auch weiter gute Bildungsarbeit in den Themenbereichen
Antisemitismus und Israelfeindlichkeit anbieten zu können. Und vor allen
Dingen durch die Wiederherstellung des Friedhofs jungen Menschen den
jüdischen Teil der deutschen Geschichte in Dresden weiterhin zeigen zu
können.

Max Malkus vom Verein DIKA e.V. ergänzt: Wir haben in der Vergangenheit
mit der linksjugend an vielen Projekten zum Antisemitismus und
Israelfeindlichkeit in der Linken zusammengearbeitet. Dabei haben wir
festgestellt, dass wir unsere Arbeit für ein interkulturelles
Verständnis zwischen der israelischen und der deutschen Kultur dann am
besten machen, wenn wir gezielt auch auf die jüdische Geschichte in
Deutschland vor und nach der Shoa aufmerksam machen.
Wir hoffen mit diesem bescheidenen Beitrag noch vielen interessierten
den Zugang zum alten jüdischen Friedhof in Dresden zu ermöglichen.

Der Verein HATiKVA e.V.

IBAN: DE62 8505 0300 3120 1239 77 BIC: OSDDDE81XXX Ostsächsische
Sparkasse Dresden

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DIKA e.V IST UMGEZOGEN

Posted: October 27, 2014 in Uncategorized

ACHTUNG ACHTUNG
DIKA E.V. ist ab sofort unter www.dika-ev.de zu erreichen.

DIESE SEITE WIRD NICHT MEHR AKTUALISIERT

des AK Ideologiekritik (Freiburg):
In gesellschaftskritischer Theorie wird der Begriff der Ideologie
traditionell als wichtigste Vermittlungsinstanz zwischen Subjekt und
Gesellschaft, zwischen Mensch und materiellen Verhältnissen gehandelt.
In der Kritischen Theorie und in der Marx’schen Kritik der politischen
Ökonomie spielt er eine prominente Rolle, auch für einen
psychoanalytischen Zugang zum Subjekt lässt sich der Ideologiebegriff
in Stellung bringen. Von Ideologie zu sprechen impliziert, dass es
eine Möglichkeit gebe zur Unterscheidung zwischen einem falschen
Schein und einer tatsächlichen Wahrheit über die gesellschaftlichen
Verhältnisse. Demgegenüber wird in einem Denken, das sich an
poststrukturalistischen Ansätzen orientiert, diese Unterscheidung und
in der Folge der Begriff der Ideologie tendentiell abgelehnt.

Die Vorlesungsreihe will an diese Debatte anknüpfen und in insgesamt
sechs Sitzungen der Angemessenheit des Ideologiebegriffes für eine
zeitgemäße Gesellschaftskritik nachgehen. Dabei soll nach einer
historisch-kritischen Einführung zunächst das Subjekt in den Blick
genommen werden. Ideologiekritische Ansätze heben in jüngeren Arbeiten
häufig den Fetischbegriff in eine zentrale Stellung, weshalb wir
dessen Relevanz in einer weiteren Sitzung erörtern wollen. Darauf
folgend wird die Debatte zwischen ideologiekritischen und
poststrukturalistischen Ausgangspunkten über zwei Veranstaltungen
hinweg geführt, wobei sowohl die eventuell produktive Verbindung als
auch die möglichen Gründe für eine dezidierte Kritik an postmoderner
Theoriebildung diskutiert werden. In einer Abschlusssitzung soll das
Verhältnis von Moral und Gesellschaftskritik und damit die Frage nach
sinnvollen Haltungen gegenüber wirkmächtiger Ideologie in den Blick
genommen werden.

Wieso Ideologiekritik? Im Rahmen einer Kritischen Theorie wurden
Elemente eines Denkens hervorgebracht, das gerade weil die Welt so
offensichtlich falsch eingerichtet ist, festhält an der
Überwindbarkeit dieser Verhältnisse. Ein Denken also, das in erster
Linie gegen die falschen Zustände und ihre ideologische Verklärung
sich richtet und sich von der scheinbaren Unmöglichkeit einer anderen
Einrichtung von Gesellschaft zwar irritieren, doch nicht bremsen
lassen will. In Zeiten, in der die tatsächliche Reorganisation der
Gesellschaft nur als ferner Fluchtpunkt erscheinen kann, ist die
Ideologiekritik notwendige Bedingung für Praxis und Ausdruck der
Hoffnung, dass, wenn die Menschen ihre Verhältnisse einmal besser
verstehen, sie vielleicht auch ihre Abschaffung sich vorstellen
wollen.
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Stefan Gärtner “Deutschland total. Thesen zum demokratischen Faschismus”

Am 27.03.2014 referierte Stefan Gärtner auf Einladung des Bundesarbeitskreises Shalom und der Basisgruppe Frankfurt der Linksjugend [‘solid] und mit Unterstützung von DIKA e.V. vor etwa 80 Zuhörenden im Café KoZ in Frankfurt am Main zum Thema „Deutschland total. Thesen zum demokratischen Faschismus“. Nach einer kurzen Einführung in die vom Herausgeber der Zeitschrift konkret Hermann L. Gremliza aufgestellten Thesen zum demokratischen Faschismus, liest Stefan Gärtner aus seinen Werken. Seine Kolumne Gärtners Kritisches Sonntagsfrühstück, die jeden Sonntag online auf der Seite des Satiremagazins Titanic erscheint, widmet sich der deutschen Medienlandschaft und ihrer täglichen Verwerfungen. Pointiert und kritisch geht Gärtner in einer knappen Stunden auf die aktuell herrschenden Zustände in der Bundesrepublik ein und berichtet von der medialen Debatte zu unterschiedlichen Themen wie Leistungsgesellschaft, Asyldebatte, Rechtsextremismus und den Film „Unsere Mütter, unsere Väter“.

Audiodatei: Deutschland total. Thesen zum demokratischen Faschismus

Liebe Mitglieder,

Im März 2014 wollen wir euch hiermit zu unserer turnusgemäßen Mitgliederversammlung nach Berlin einladen. Gemeinsam mit euch wollen wir am 15.03.2014 auf die Aktivitäten des Vereins seit der letzten Mitgliederversammlung zurückblicken und nach Projekten in die Zukunft schauen. 
DIKA e.V. wird 2014 fünf Jahre alt, wir wollen dies zum Anlass nehmen einmal über das aktuelle deutsch-israelische Verhältnis zu sprechen (Referent angefragt) und darüber nachdenken wo und welchen Einfluss unser Verein in Zukunft nehmen kann und soll. Des weiteren stehen formal Vorstandswahlen und der Kassenbericht auf der Agenda.
Mit diesem Schreiben erhaltet ihr einen Vorschlag zur Tagesordnung sowie die Eckpunkte über die Tätigkeiten, sowie die Finanzen seit November 2012.
Wir freuen uns auf euer Erscheinen, leider können wir aus Kostengründen keine Fahrtkosten erstatten.

Mitgliederversammlung DIKA e.V. 

– 15.03.2014 – 11 Uhr -


Wahlkreisbüro Halina Wawzyniak, MdB

Mehringplatz 8 

10969 Berlin

Mit freundlichen Grüßen

Max Malkus                     Anne Vester
(Vorsitzender DIKA e.V.)                (Vorsitzende DIKA e.V.)
Münster/Budapest im Februar 2014

 

 

Vorschlag Tagesordnung Mitgliederversammlung DIKA e.V. 15.03.2014:
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Vortrag von Stephan Grigat
12.11.2013 im Komma Esslingen

Während die Studierenden Ende der 1960er-Jahre in den Nachfolgestaaten des Nationalsozialismus nach einem kurzen Erschrecken über ihre Eltern meinten, es sei eine prima Idee, dem „Volke zu dienen“ und einige sich gleich von den palästinensischen Fedajin ausbilden ließen, ahnten die nach Frankfurt zurückgekehrten Theodor W. Adorno und Max Horkheimer schon früh, wohin dieser deutsche Aufbruch führen würde und setzten dagegen die Solidarität mit den prospektiven Opfern. Diese Solidarität führte zwar nicht dazu, die Bedeutung des Zionismus in vollem Ausmaß zu erfassen, aber sie implizierte ganz selbstverständlich die Solidarität mit Israel als Zufluchtsstätte für alle vom Antisemitismus Bedrohten.

Der Zionismus ist die unmittelbare Antwort sowohl auf den europäischen als auch auf den arabischen und islamischen Antisemitismus. Wie ist das zwangsläufig im Zionismus existierende Spannungsverhältnis zwischen Universalismus und aufgezwungenem Partikularismus zu fassen? In welchem Verhältnis stehen zionistische Emanzipation und eine kritische Theorie der Gesellschaft? Was meint der von Adorno formulierte kategorische Imperativ, alles Handeln und Denken im Stande der Unfreiheit so einzurichten, dass Auschwitz oder Ähnliches sich nicht wiederhole, angesichts der Bedrohung durch das iranische Regime, sunnitische Islamisten und ihre europäischen Förderer? Und warum versetzen allein schon diese Fragestellungen und die Bezugnahme auf die Kritische Theorie deutsche Liberale dermaßen in Rage, dass sie all ihre Propagandakünste aufbieten, um gegen die „Wirren der Dialektik“ und „falsche Freunde Israels“ zu wettern.

Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter an der Universität Wien, hat an der FU Berlin promoviert und war Forschungsstipendiat in Tel Aviv. Er ist Herausgeber von „Postnazismus revisited. Das Nachleben des Nationalsozialismus im 21. Jahrhundert“ und „Feindaufklärung & Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus & Islamismus“, Autor von „Fetisch & Freiheit. Über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital & die Kritik des Antisemitismus“ und Mitherausgeber von „Der Iran. Analyse einer islamischen Diktatur & ihrer europäischen Förderer“ sowie „Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes & Perspektiven der Freiheitsbewegung“.

DIKA e.V. freut sich folgende autonome Bildungsreihe an der KatHO Münster und abschließende Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz unterstützen zu können.
Für die Fahrt sind noch Plätze frei, Anmeldungen sind möglich via dika.culture@gmail.com:

Seminarprogramm*:
„…daß Auschwitz nicht noch einmal sei…“

Vortreffen: Mi., 20.03.13 um 13.30 Uhr, Raum 131

Selbstorganisiertes Seminar von Studierenden für Alle!

Do. 28.03.13 um 16. 15 Uhr
Besuch einer Synagoge

Do. 04. April um 16.15 Uhr
Antisemitismus – ein Rassismus unter Vielen?
Ritualmord, Weltverschwörung, Finanzkapital – über die Kontinuität antisemitischer Stereotype. Wie Bilder „vom Juden“ in Europa konstruiert wurden und werden.

Do. 11. April um 18 Uhr
Filmvorführung „Das weiße Band“ (Michael Haneke)

Do. 18. April um 16.15 Uhr
Antisemit*innen – eine Frage des Charakters?
Annäherung an die autoritäre Charakterstruktur aus psychoanalytischer und soziologischer Sicht unter Bezugnahme auf Erich Fromm und Theodor W. Adorno.

Do. 02. Mai um 16.15 Uhr
Das (prä-)nazistische Deutschland – Mythen und Fakten über eine barbarisierte Gesellschaft
Historische Einordnung der Machtübergabe an die Nazis: Über wegbereitendes gesellschaftliches und politisches Klima für die Vernichtung der europäischen Juden.

Do. 23. Mai um 16.15 Uhr
Der Vernichtungswahn
„Wenn wir diese Pest ausrotten, vollbringen wir eine Tat für die Menschheit“ (Hitler, 1941) – Abgrenzung der Shoah von anderen Völkermorden. Der unbedingte Wille zur Auslöschung des jüdischen Volkes aus psychoanalytischer Perspektive betrachtet.

Do. 30. Mai (Fronleichnam) 14 – 20 Uhr
Filmvorführung „Shoah“ (Teil 1&2) von Claude Lanzmann

Fr. 01. Juni 14 – 20 Uhr
Filmvorführung „Shoah“ (Teil 3&4) von Claude Lanzmann

Do. 13. Juni um 16.15 Uhr
„Man wird ja nochmal sagen dürfen…“ – Israelbezogener Antisemitismus
Worum geht es da eigentlich? Wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Israelkritik und Reaktionen darauf.

Do. 20. Juni um 18 Uhr
Filmvorführung (Film noch nicht bekannt)

Do. 27. Juni um 16.15 Uhr
Erziehung zur Mündigkeit (Adorno)
– Über Entbarbarisierung und Erziehung zum Widerstand
Das Seminar nennt sich „…daß Auschwitz nicht noch einmal sei…“
Aber was heißt das konkret? Überlegungen zu persönlichen Konsequenzen und Handlungsperspektiven.

15. – 19. Juli 2013
Fahrt nach Auschwitz
Begleitet durch ein Blockseminar unter Leitung von Prof. Dr. Zimmermann. Bei der Platzvergabe für die Exkursion werden Teilnehmer*innen des Seminares bevorzugt (begrenzte  Teilnehmer*innenzahl).

*
Katholische Hochschule
Nordrhein-Westfalen
Abteilung Münster
Piusallee 89
48147 Münster
Raum 231 oder 260

Wir möchten darauf hinweisen, dass wir selbst uns in einem Lernprozess befinden. Wir bereiten die Sitzungen intensiv vor und freuen uns auf eure Beiträge, Diskussionen und Kritik!